Kommentare zu: Presse https://mainz-fuer-kino.de Zum Erhalt der Kinokultur in Mainz Wed, 11 Dec 2024 13:29:37 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Von: Fraktion DIE LINKE Mainz https://mainz-fuer-kino.de/presse/comment-page-1/#comment-75 Sun, 03 Oct 2021 11:10:40 +0000 http://mainz-fuer-kino.de/?page_id=43#comment-75 PM der Stadtratsfraktion DIE LINKE. Mainz

Kulturraum vor Profite – Für den Erhalt der Programmkinos Palatin und Capitol!

Die Programmkinos Palatin & Capitol stehen vor dem Aus. Grund hierfür ist, dass das Gebäude des Palatin in der Hinteren Bleiche vom Immobilienkonzern „Fischer & Co“ aufgekauft wurde. Es ist davon auszugehen, dass die Gesellschafter von „Fischer & Co“ das Gebäude nicht erhalten, sondern profitorientiert weiterentwickeln wollen. Da Capitol und Palatin wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind, würde das Ende eines Kinos auch das Ende des anderen bedeuten.

Die Stadtratsfraktion DIE LINKE unterstützt das Anliegen der Unterstützer:innengruppe, die die Petition „Mainz für Kino“ ins Leben gerufen haben, ausdrücklich. Die kulturpolitische Sprecherin Leonie Sayer sagt dazu: „Gerade in der Coronazeit haben wir alle gemerkt, dass Kultur ein wichtiges und unentbehrliches Gut ist. Es wäre beschämend, wenn die selbst ernannte Medienstadt Mainz ihre letzten Programmkinos im Herzen der Stadt verlieren würde. Dass Räume für Kultur in Mainz fehlen, ist längst bekannt. Die Stadtspitze muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nichts unternommen zu haben, um diesen Zustand zu verbessern. Jetzt müssen andere die Konsequenzen der Untätigkeit ausbaden. Sollte Fischer & Co das Gebäude tatsächlich abreißen, wird es unwahrscheinlich, dass zentrumsnah ein alternativer und gleichwertiger Standort für die Kinos gefunden kann. Wer wie unsere Stadtspitze mit ihrem völlig verfehlten Festbeißen an Schuldentilgung und Schwarzer Null das Tafelsilber verscherbelt, kann keine aktive Grundstückspolitik und die Nutzung städtischer Räume für soziokulturelle Zwecke vorantreiben.“

Martin Malcherek, baupolitischer Sprecher der Fraktion, ergänzt: „Die Mainzer Kinolandschaft darf schon allein deshalb nicht zugrunde gehen, weil es ureigenes Interesse der Stadt sein muss, die 1.353 Studierenden am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft hier am Studienort zu halten. Die Vorschläge aus der Stadtpolitik, auf dem Weg baurechtlicher Maßnahmen wie der Auflegung einer Erhaltungs- oder Milieuschutzsatzung die Kinos zu retten, klingen zwar auf den ersten Blick plausibel, sie werden aber am Ende verpuffen: Wenn die Gesellschafter des Bauträgers einer verlängerten Nutzungsvereinbarung mit den Kinobetreibern nicht zustimmen, haben wir Leerstände, die keinem was bringen. Wir brauchen jetzt eine politische Lösung und das Bekenntnis der Stadtspitze zu einer vielfältigen Kinolandschaft in Mainz.“

23.09.2021

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